Kirchen
Stiftskirche in Ossiach (Maria Himmelfahrt)
Filialkirche St. Anton am Ossiacher Tauern
Filialkirche in Heiligengestade (bis 1891)
Kapellen und Bildstöcke
Hubertuskapelle in Ostriach
Bildstock in Heiligengestade
Bildstock in Alt-Ossiach


Stiftskirche Ossiach
Die Stiftskirche Ossiach wurde um 1000 als romanische Pfeilerbasilika erbaut. Es war die älteste Klosterkirche der Benediktiner in Kärnten, die 1028 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 65 Äbte lenkten die Geschicke des Klosters seit Beginn des 11. Jahrhunderts bis zur Aufhebung durch Kaiser Josef II. im Jahre 1783.

Nach einem Brand im Jahr 1484 wurde die gesamte Kirche im Stil der Gotik neu gestaltet. An diese Zeit erinnert der Flügelaltar (um 1505) in der Gotischen Kapelle, der ursprünglich aber im Hauptschiff der Kirche stand.

In der Zeit zwischen 1737 und 1746 wurde die Kirche fast vollständig im Barockstil erneuert. Berühmt sind die Stuckarbeiten der Wessobrunner Schule und die Fresken des Kärntner Malers J. F. Fromiller. Die Barockorgel aus dem Jahr 1680 steht heute auf der Südempore. Das Oratorium oberhalb der Sakristei diente dem Stundengebet der Mönche. Dort befinden sich noch der Abtstuhl und die Chorbänke.

Ein beliebtes Ziel für Reisende ist das Grab des polnischen Königs Boleslaus an der Nordseite der Kirche. Der König soll im Jahre 1081 als einfacher Pilger verkleidet in das Kloster eingetreten sein, um den Mord am Krakauer Bischof Stanislaus zu sühnen. Da er erst auf dem Totenbett seine wahre Identität preisgab, wird er auch der "Stumme Büßer von Ossiach" genannt.
Die mächtigen Friedhofsmauern und der Wehrturm entstanden im 15. Jahrhundert als Schutz gegen die eindringenden Türken.
Nach der Aufhebung des Klosters drohte der gänzliche Verfall von Stift und Kirche. Zwar erfolgten immer wieder einzelne Sanierungsmaßnahmen, aber erst in den Jahren 1965 bis 1975 konnte die gesamte Kirche gründlich restauriert werden. Die neue Friedhofskapelle ist mit einer um 1815 entstandenen Figurengruppe des Südtiroler Bildhauers Johann Probst ausgestaltet.

Seit 1969 bietet die Stiftskirche den festlichen Rahmen für die Konzerte des "Carinthischen Sommers". Die Orgel auf der Hauptempore aus dem Jahr 1971 ist dem berühmten Pianisten Wilhelm Backhaus gewidmet, der in dieser Kirche im Juni 1969 seinen letzten Klavierabend gab.

<zurück>

St. Anton am Ossiacher Tauern
Die Filialkirche am Ossiacher Tauern in 920 Metern Höhe ist dem Hl. Antonius von Padua geweiht.
Sie wurde 1290 erstmals als Thomaskirche erwähnt. 1519 erfolgte ein weitgehender Neubau im Stil der Spätgotik. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erfolgte unter Abt Caspar Rainer abermals eine Umgestaltung. Das Altarbild zeigt den heiligen Antonius mit dem göttlichen Kind, das Aufsatzrelief stellt den heiligen Thomas dar. An der Unterseite des Seitenaltares befindet sich auch eine Darstellung des Heiligen Antonius des Einsiedlers, im Kärntner Volksmund auch "Sautoni" genannt.
Unweit von der Kirche steht das von Caspar Rainer errichtete Meiereihaus, das auch sein Wappen trägt.

<zurück>





Ehemalige Kirche
in Heiligengestade

Etwa 4 Kilometer westlich von Ossiach stand bis zum Jahr 1891 die Filialkirche von Heiligengestade. Die ursprünglich der Gottesmutter und zuletzt der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kirche entstand der Legende nach an jener Stelle, an der im 9. Jahrhundert die aus dem ersten Kloster von Ossiach geflüchteten Mönche von den Ungarn ermordet worden sein sollen.
Seit Anfang des 15. Jahrhunderts ist die Kirche als beliebtes Wallfahrtsziel bezeugt. Es soll dort auch eine Quelle gegeben haben, von der man sich die Heilung oder Linderung von Augenkrankheiten erhoffte.
Der morastige Boden gefährdete schließlich die Statik des Bauwerks. So entschloss man sich unter Abt Gaisbacher (1510-1523) zu einem Neubau, der um 1700 wiederum gesichert werden musste. Im Jahr 1881 verordnete das Bischöfliche Ordinariat die Schließung der Kirche wegen Einsturzgefahr. 1891 erfolgte die Sprengung des Gebäudes.

<zurück>


Hubertuskapelle in Ostriach

<zurück>

Bildstock in Heiligengestade

<zurück>

Bildstock in Alt-Ossiach

<zurück>